Lappland im Winter
Kaum verlasse ich den Flughafen, ist der Winter unmittelbar spürbar. Die Kälte ist trocken und klar. Sie fühlt sich anders an als Winter in Deutschland, weniger feucht und dadurch angenehmer. Sie verlangt keine Reaktion, verändert aber mein Empfinden. Atem wird sichtbar, Bewegungen werden bewusster.
Auch die Umgebungsgeräusche treten in den Hintergrund. Motoren klingen leiser, Stimmen werden wie von selbst gedämpft. Selbst in kleinen Gruppen entsteht eine ruhige Zurückhaltung. Nicht aus Höflichkeit, sondern weil die winterliche Landschaft rund um Kuusamo es nahelegt. Lappland gibt ein anderes Tempo vor, ohne es einzufordern.


Wahrnehmung statt Tempo
In den ersten Stunden meiner Winterreise nach Kuusamo richtet sich mein Blick stärker auf das Naheliegende. Gehen auf Schnee. Atmen in kalter Luft. Kleidung prüfen, Handschuhe nachziehen. Jede Bewegung benötigt etwas mehr Aufmerksamkeit, jede Handlung etwas mehr Zeit.
Der Alltag tritt dabei schnell in den Hintergrund. Termine, Nachrichten und gewohnte Abläufe verlieren für mich an Gewicht. Die Aufmerksamkeit verschiebt sich. Ich beobachte mehr und denke weniger.
Mein Blick bleibt unmittelbar an kleinen Details hängen: Spuren im Schnee, Atem in der Kälte, das ruhige Tempo draußen. Das Ankommen knapp unterhalb des Polarkreises geschieht schneller als erwartet. Der Abstand zum Alltag in Deutschland stellt sich nahezu unmittelbar ein, fast wie ein Umschalten. Mit jeder Stunde ordnen sich Gedanken, die Wahrnehmung wird klarer.
Ankommen beim Abendessen
Der erste Abend im Buffet-Restaurant Mango bietet mir einen klaren, strukturierten Einstieg in die Abläufe vor Ort. Der Speisesaal ist eher schlicht eingerichtet, das Buffet ist übersichtlich aufgebaut – “typisch finnisch”, denke ich. Die Gäste bewegen sich gelassen durch den Raum, holen sich ihr Essen, setzen sich, kommen ins Gespräch. Die angebotenen Gerichte sind an der vianova-Reiseleiter-Rezeption vorab einsehbar. Alles wirkt geordnet und unkompliziert – ruhig, stimmig und passend zu meinem ersten Eindruck vom Hotel und der Umgebung.


Das Ankommen im Winter in Lappland schafft für mich nahezu unmittelbar einen Abstand zum Alltag. Der Blick wird frei für kleine Details und es wächst die Vorfreude auf die Tage, die vor mir liegen.
Ihre Odile Born


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