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Lappland im Winter: Tage mit wenig Sonnenlicht

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Teil 2 – Wie fühlen sich Tage mit wenig Sonnenlicht in Lappland im Winter an?

Odile Born berichtet für Sie


An den Tagen im Winter nahe des Polarkreises in Lappland verändern sich für mich vertraute Abläufe. Nicht abrupt, sondern schrittweise. Der Tag orientiert sich weniger an äußeren Markierungen und verlangt eine andere Form der Einteilung. Was das mit meinem eigenen Rhythmus macht, zeigt sich schneller als erwartet.

Einfluss auf unseren Biorhythmus

Im Winter in Lappland verliert man durch fehlendes Licht schnell einen Teil der gewohnten Orientierung. Hell ist es hier im Dezember oft nur wenige Stunden und manchmal bleibt es den ganzen Tag über gedämpft und flach. Der Blick nach draußen gibt mir kaum Hinweise auf die Tageszeit. Uhrzeiten übernehmen dann ersatzweise diese Rolle. Morgen, Mittag und Nachmittag unterscheiden sich weniger deutlich als gewohnt.

Mein Körper reagiert schneller darauf, als erwartet. Die Müdigkeit setzt früher ein, manchmal auch etwas unvermittelt. Und auch das Einschlafen hat sich für mich etwas verändert; weil der natürliche Wechsel von Hell und Dunkel fehlte und der Körper weniger Orientierung bekam.

Geholfen haben viel Zeit an der frischen Luft und ein ähnlicher Tagesrhythmus wie zu Hause. Morgens nicht zu lange liegen bleiben, auch wenn es draußen noch dunkel ist.

Winterlandschaft Bäume Finnland mit Schnee Dämmerung
Blick durch Fenster mit Laterne auf verschneite Bäume

Zeitgefühl im Winter in Lappland

Nach einigen Tagen stellt sich bei mir durch die Tage mit wenig Licht ein neuer Rhythmus ein. In Kuusamo ist das Tageslicht Ende Dezember auf wenige Stunden begrenzt. Erst im Verlauf der Wochen bis in den März hinein wird es spürbar länger. Zeit wird dadurch weniger durch äußere Reize bestimmt und stärker durch körperliche Bedürfnisse. Hunger, Müdigkeit und Bewegung geben meiner inneren Uhr den Takt vor.

Aktivitäten und Ausflüge strukturieren den Tag auf eine andere Weise. Nicht nur als Programmpunkte, sondern auch als Orientierung. Draußen sein, sich bewegen, wieder ankommen. Danach Ruhe. Die Sauna markiert dabei oft einen Übergang und setzt einen klaren Abschluss.

Zwischen Bewegung im Freien und der Wärme drinnen entsteht ein natürlicher Wechsel. Er gibt dem Tag Halt und ersetzt feste Uhrzeiten durch einen einfachen, verlässlichen Ablauf.

Meine Auszeit im Dezember in Lappland verändert meinen Tagesablauf spürbar. Sie schaffet aber auch direkt einen viel ruhigeren Umgang mit dem Faktor Zeit. Die Tagesabläufe werden einfacher, der Rhythmus klarer und weniger von außen bestimmt. Probieren Sie es doch einfach mal aus.

Ihre Odile Born

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