Wie fühlt sich der Abschied von Lappland an?
Beim Auschecken im Hotel gehe ich die letzten Tage noch einmal im Kopf durch. Ich sitze in der Lobby. Um mich herum geschäftiges Treiben, Gäste kommen und gehen, Koffer rollen über den Boden. Ich nehme es kaum wahr. Der eigene Koffer steht neben mir, der Blick ist nach innen gerichtet. Kein großes Abschiedsgefühl, eher eine sachliche Erkenntnis: Diese Tage waren anders als meine gewohnten Reisen.
Draußen vor dem Hotel liegt noch immer Schnee. Die Luft ist klar und trocken. Bevor ich mit den anderen Reisenden in unseren Bus zum Flughafen steige, drehe ich mich noch einmal um und blicke auf das Gebäude zurück. Vieles ist mir hier in kurzer Zeit vertraut geworden – der Rhythmus, die Kälte, die Ruhe.


Was bleibt nach diesen Tagen?
Auf der Fahrt zum Flughafen gehen mir die letzten Tage noch einmal durch den Kopf. Nicht in einzelnen Bildern, sondern mehr als ein Gefühl. Ich denke an die –20 Grad am Morgen, an das Eisloch im See, an die stillen Spaziergänge durch den Wald. Und ich merke, dass diese Reise mich geerdet hat.
Ich frage mich, wie sich das zu Hause anfühlen wird. Ob ich mir die Ruhe bewahren kann, die hier so schnell selbstverständlich wurde. Weniger Tempo, weniger Reize, mehr Klarheit. Die Tage in Lappland haben mir nichts aufgezwungen, aber sie haben mir gezeigt, wie gut es tut, nicht alles gleichzeitig zu wollen. Sich auch einmal treiben zu lassen.

Ich verlasse Lappland ohne das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Natürlich hätte ich noch mehr unternehmen können, noch mehr Ausflüge einplanen können. Möglichkeiten gab es genug.
Aber ich bin froh, dass ich die Reise ohne Hektik erlebt habe. Weniger Programm, mehr Raum. Denn genau diese Mischung aus Erlebnissen und bewusster Ruhe macht für mich den Wert dieser Tage aus – und wird noch lange nachwirken.
Ihre Odile Born


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