Panoramablicke und Winterlandschaft auf dem Saarua-Gipfel
Schon die Fahrt nach oben ist ein Motiv. Unter mir verschwinden die Bäume unter einer Schneelast, die jede Kontur auflöst. Der Wind ist da, aber nicht unangenehm. Eher etwas, das wachhält. Ich lasse die Kamera laufen.
Oben auf dem Saarua-Gipfel wartet das BASE Eat & Heat. Ich schalte die Kamera aus und schaue erst einmal. Hinter den Holzwänden öffnet sich ein Panoramarestaurant mit Blick auf den Valtavaara-Naturpark. Dazu gehört eine Sauna mit beheizten Außenpools, von der aus man beobachten kann, wie Skifahrer den Hang hinunterrauschen. Damit hatte ich nicht gerechnet.
Drinnen knistern die Kaminfeuer, Stimmen erfüllen den Raum und Gläser klirren. Draußen liegen Stille und Schnee unter einem weiten Himmel. Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieser Gegensatz so berührt. Ich bleibe länger als geplant – nicht, weil ich muss, sondern weil ich möchte.

So erreichen Sie das BASE Eat & Heat
Das BASE Eat & Heat ist mit dem Sessellift, zu Fuß oder mit der Gondel erreichbar. Die Gondel startet sowohl im Village als auch im Valley. Wer keinen Liftpass besitzt, kann ein Einzelticket an den Automaten oder an den Ticketschaltern kaufen. Eine Straße führt nicht hinauf.

Winterpause im Valley: Mittagessen im Camp Kitchen & Bar
Später fahre ich ins Valley. Im Camp Kitchen & Bar des Ski-Inn RukaValley gibt es Mittagessen: wärmende Suppe, frisches Brot, Tee und Kaffee. Das Angebot ist unkompliziert, günstig und gut.
Ich setze mich ans Fenster und lasse meine Gedanken kurz los. Draußen stehen die Bäume wie in Zuckerguss getaucht. Am Kinderskihang üben die jungen Skifahrer fleißig ihre Abfahrten – ein ruhiger und zugleich lebendiger Moment im winterlichen Ruka.
Mit der Gondel zurück ins Ruka Village
Vom Valley zurück ins Village steige ich wieder in die Gondel. Zehn Minuten später zeigt sich ein vollkommen anderes Bild. Das Village ist der Dreh- und Angelpunkt von Ruka. Die meisten Hotels, Bars und Restaurants, ein Sportgeschäft, ein Bäcker und kleine Läden liegen kompakt beieinander und sind zu Fuß erreichbar.
Was Ruka ausmacht, wird hier sofort spürbar: Der Ort ist überschaubar und persönlich. Alles liegt nah beieinander. Ich laufe durch das Village, bleibe stehen und nehme Sequenzen auf, wann immer es die Situation erlaubt. Licht bricht sich im Schnee, eine Auslage zieht den Blick auf sich und beschlagene Scheiben erzählen vom warmen Leben drinnen.


Die Weltcup-Skisprungschanze als eindrucksvolles Fotomotiv
Für meine letzten Aufnahmen an diesem Tag gehe ich noch einmal etwa fünfzehn Minuten bis zur Weltcup-Skisprungschanze. Als ich zum steilen Anlauf hinaufschaue, wird mir bewusst, was es bedeutet, sich dort oben abzustoßen. Die Schanze ist ein beeindruckendes Motiv – nicht nur für die Kamera, sondern auch für die eigene Vorstellungskraft.
Am Abend öffnet das Colorado, Restaurant und Bar zugleich, gelegentlich auch mit Livemusik. Dort packe ich die Kamera weg und schaue einfach zu.
Ruka Coaster: Winterabenteuer auf Schienen
Was ich an diesem Tag nicht auf dem Plan hatte, ist der Ruka Coaster. Auf einer 767 Meter langen Schienenstrecke geht es mit bis zu 40 km/h durch den verschneiten Wald. Das Tempo lässt sich selbst steuern, der Bremshebel liegt in der Hand.
Der Ruka Coaster gehört zu den wenigen Mountain Coastern weltweit, die auch im Winter in Betrieb sind. Kameras sind während der Fahrt nicht erlaubt. Deshalb schaue ich zunächst nur zu – nehme mir aber fest vor, den Coaster bei meinem nächsten Besuch selbst zu testen.




Polar Night Light Festival: Lichtkunst auf den Pisten von Ruka
Wer im Januar nach Ruka reist, sollte die Termine des Polar Night Light Festival kennen. Das Festival verwandelt Ruka jedes Jahr für mehrere Wochen in ein Lichtkunstprojekt auf den Hängen.
Vom 15. Januar bis zum 7. Februar 2027 leuchten die Pisten in wechselnden Farben. Lichtinstallationen verteilen sich im Dorf und im Wald. Für Besitzer einer Liftkarte ist der Besuch kostenlos.
Hinweis: Die konkreten Veranstaltungsdaten, Zugangsbedingungen und Preise sollten vor der Veröffentlichung mit den offiziellen Angaben des Veranstalters abgeglichen werden.

Am Ende des Tages habe ich deutlich mehr Videomaterial gesammelt als erwartet. In Ruka gibt es so viel zu entdecken, dass die Erlebnisse auch für eine ganze Urlaubswoche reichen.
Vom Saarua-Gipfel mit seinem Panoramarestaurant über das Valley und das kompakte Village bis hin zum Ruka Coaster und dem Polar Night Light Festival verbindet Ruka Natur, Wintersport, Genuss und besondere Ausflüge. Beim nächsten Mal teste ich auf jeden Fall den Coaster. Kommen Sie mit?
Ihre Leah Jeron


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